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#MeBambi oder Das Große Wundern

 

Nominiert zum "Best Off - Festival Freier Theater der Stiftung Niedersachsen 2020"!

Wir freuen uns! Und sagen Danke!

 

Die Agentur für Weltverbesserungspläne setzt sich mit ihren Theaterstücken bewusst für eine vielfältige Gesellschaft ein. Aber reicht das? Ist man damit automatisch auf der guten Seite? Muss man nicht vielleicht auch die eigenen unbewussten Denkmuster überprüfen?

In #MeBambi oder Das Große Wundern gehen die weißen Ensemblemitglieder in die Selbstanalyse und untersuchen ihr Weißsein. Und damit fängt das Große Wundern an. Denn sie stellen irritiert fest, wie stark die Tatsache, dass sie in diesem Land nicht als „anders“ wahrgenommen und behandelt werden, ihr Denken und Handeln bestimmt. Wie sie – ganz unbedacht, ohne böse Absicht und ohne es zu merken – rassistisch ihr Leben leben. Aber mit dieser Erkenntnis ist nichts mehr, wie es vorher war. Das schöne Leben hat einen beachtlichen Riss bekommen. Wir sind ins Stolpern gekommen. Muss jetzt die Suche nach und die Jagd auf die weißen Privilegien beginnen? Und wann ist sie zu Ende?

Auch Susanne und Jan – die gnadenlos selbstironischen Protagonist*innen  – können noch nicht zum Halali ansetzen. Vorher gibt es allerhand zu tun. Auch für sie beginnt alles mit dem Großen Wundern. Über sich. Über das Land und die Leute. Unerschrocken stellen sie sich auf die Lichtung und entsteigen der Unwissenheit wie ein Reh, das erstmals aus dem Wald tritt.

#MeBambi ist ein kurioses Kammerspiel und die kritische Auseinandersetzung mit weißen Perspektiven. Mit Blick auf die Gesellschaft und mit autobiographischen Verweisen entspinnt sich eine absurd-komische Erzählung darüber, was passiert, wenn einem so einiges klar wird….

 

Projektentwicklung: Team | Szenische Leitung: Ulrike Willberg | Musik: Jan Fritsch | Performance: Susanne Abelein, Jan Fritsch | Raum: Nicholas Stronczyk | Dramaturgische Beratung: Hartmut El Kurdi | Produktionsassistenz: Almut Kranz | Technik: Jerry Oberländer | Produktionsleitung: Ulrike Willberg | Hospitanz: Magdalena Huppertz

 

Wir bedanken uns bei unseren Förderern!

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Termine

Jan     Do 30 / Fr 31
Feb     Do 6 / Fr 7 / Sa 8 / So 9 / Do 20 / Fr 21 / Sa 22 / So 23
April    Do 23./ Fr 24 / Sa 25 Best OFF - Festival Freier Theater der Stiftung Niedersachsen      

Beginn

20 Uhr (Einlass ab 19:30 Uhr)

Spielort

Ihmezentrum, Ihmepassage 7, 4. Etage
(Eingang Blumenauer Str. zwischen enercity und Senioren Service Zentrum!)

Karten

Künstlerhaus, Sophienstraße 2, 30159 Hannover   Mo – Fr: 12 – 18 Uhr
„Frau Zimmer“, Davenstedterstraße 3, Linden Mitte / Mi – Fr: 13 – 18 Uhr, Sa: 11 – 14 Uhr
„Das Ladencafé“, Grotestraße 25 , Linden Nord / Mi – Sa: 11 – 18 Uhr, So: 12 – 18 Uhr

Eintritt

15,- Euro / 10,- ermäßigt.

 


 

Ein Blitzinterview der Regisseurin Ulrike Willberg mit der Performerin Denise M’Baye


Was bedeutet die „Nahkampfspielweise" für Dich? Also die extreme Nähe zum Publikum? Das Auflösen der Grenze zwischen Bühne und Publikum?

Durch die extreme Nähe zum Publikum erfahre ich persönlich im Spiel eine Authentizität des Moments, die sich sonst nur im Alltag erleben lässt. Trotz aller Form, die sich in den Proben ergeben hat, ist die besondere Herausforderung offen zu bleiben und jede Situation flexibel aufzunehmen und dementsprechend zu reagieren. Dadurch ergibt sich eine Durchlässigkeit, die in bestimmten Spielmomenten für das Publikum sowie für die Spielenden sehr berührend sein kann und oft lange nachwirkt.

 

Welche Möglichkeiten bietet Dir als Performerin die Inszenierung eines Alltagsraumes?

Alltagsräume bieten eine besondere Form der Inspiration. Jeder dieser Räume hat eine Geschichte, die Wände der Orte tragen all die Begebenheiten, Emotionen, Biografien in sich, die dort stattfanden. Diese Komposition zu nutzen und im Rahmen der Inszenierung weiterzuführen und zu verändern bietet Spannung und Irritation. Dies überträgt sich auf das Publikum, das oft Persönliches mit dem Raum verbinden und so auf einer zweiten Ebene involviert ist.

 

Haben die gesellschaftspolitischen Themen der Stücke für dich eine Relevanz?

Gesellschaftsrelevante Aspekte zu behandeln, zu hinterfragen und künstlerisch zu bearbeiten ist für mich, nicht nur als Schauspielerin, sondern auch als private Person ein großes Anliegen. Dabei geht es nie um den erhobenen Zeigefinger, sondern um die Sensibilisierung für Themen, die unser Zusammenleben beeinflussen. Das Theater kann ein Weg sein diese Themen zu beleben und nachhaltig die Auseinandersetzung und Kommunikation damit und darüber zu aktivieren.

 

 

Die AWP freut sich und sagt Danke!

„pro viso Preis“

Die Stiftung Kulturregion Hannover hat mit ihrem Kulturpreis „pro visio“ die beiden AWP-Produktionen des Jahres 2017 „Die Schneyderleyns – Eine Homestory in 3 Akten und 3 Räumen“ (Textilgalerie "Frau Zimmer") sowie „Home.Run - Eine grenzverletzende Familiensaga“ (Cumberland, Schauspiel Hannover) ausgezeichnet. Der Kulturpreis „pro visio“ würdigt außergewöhnliche Leistungen von Kulturschaffenden in der Region Hannover. Dazu die Jury: „Die AWP versteht sich insbesondere darauf, prekäre Geschichten aus dem Leben, Familien- und Beziehungsproblematiken auf berührende Weise und mit großer Nähe zum Publikum zu erzählen.“

„Best OFF Festival Freier Theater 2018“

„Home.Run - Eine grenzverletzende Familiensaga“ ist für das „Best OFF – Festival Freier Theater der Stiftung Niedersachsen 2018" nominiert. Alle zwei Jahre zeigt die Stiftung Niedersachsen sechs herausragende, niedersächsische Produktionen professioneller freier Theaterensembles im „Theater im Pavillon“ in Hannover. Wir spielen „Home.Run“ am 26. und 27. April im „Theater im Pavillon“. Am 27. 4. findet im Anschluss an die Vorstellung ein Nachgespräch statt. Wir laden Sie herzlich zu einer der Vorstellungen ein! Weitere Vorstellungstermine in Cumberland entnehmen Sie bitte den Spielplänen.